Die DSG Wien trauert um Helmut Donner
31.10.2026, von Christoph Sander
Trauer um Helmut Donner: Eine Ikone der österreichischen Leichtathletik und eine Legende der DSG Wien ist von uns gegangen
Der österreichische Sport trauert um Helmut Donner. Nach langer, schwerer Krankheit verstarb unsere Vereins-Legende im Alter von 85 Jahren. Helmut sicherte sich seinen Platz in den Geschichtsbüchern als erster Österreicher, dem im Hochsprung der Sprung über die 2.00-Meter-Marke gelang. Später prägte er den Sport auch als Funktionär – unter anderem von 1994 bis 2000 in der Rolle des ÖLV-Präsidenten.
Historischer Sprung im Sommer 1959
Der meilensteinartige Moment seiner sportlichen Karriere ereignete sich am 8. August 1959 beim Länderkampf zwischen Österreich und Spanien in Wien: Als erster heimischer Athlet meisterte er die Höhe von 2,00 Metern und steigerte seine eigene Bestleistung aus dem Vorjahr (1,96m) um vier Zentimeter. Der am 15. August 1941 in Wien geborene Athlet schraubte den nationalen Rekord bis 1962 schrittweise auf 2,03m hoch. Erst 1971 wurde diese Marke von Sepp Zeilbauer in Helsinki mit 2,04m übertroffen.
Zwischen 1959 und 1965 sicherte sich Helmut mit nur einer Unterbrechung (1962) insgesamt sechs Staatsmeistertitel im Hochsprung. Zudem vertrat er Österreich bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom, wo er in der Qualifikation mit übersprungenen 1,95 Metern den 22. Platz belegte. Bis heute ist Helmut damit der einzige DSG Wien Athlet, der jemals an Olympischen Spielen teilgenommen hat!
Erfolgreicher Weg im Journalismus und Verlagswesen
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn fasste Helmut im Journalismus Fuß. Seine berufliche Reise begann beim „Express“ und führte ihn bis an die Spitze des Wirtschaftsressorts der Oberösterreichischen Nachrichten. Im Jahr 1974 rief er den Fachzeitschriftenverlag „a3“ ins Leben, den er als Geschäftsführer bis zum Jahr 2000 erfolgreich aufbaute und auch nach Osteuropa expandierte.
Verbindung zum Sport ein Leben lang gepflegt
Trotz seines unternehmerischen Erfolgs verlor Helmut nie den Bezug zur Leichtathletik. Vor seiner Amtszeit als ÖLV-Präsident war er regelmäßiger Gast bei Meisterschaften und den Hallen-Events im Wiener Dusika-Stadion, wo er das Geschehen stets als aufmerksamer Beobachter begleitete. 1994 übernahm er schließlich die Präsidentschaft des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes in der Nachfolge von Erika Strasser (Präsidentin von 1985 bis 1994).
Die DSG Wien trauert um seinen Olympioniken und wünscht der Familie und den Freunden des Verstorbenen viel Kraft für die kommende Zeit.