Vereinshistorie

Die Geschichte der DSG Wien und
ihre Gründung als UKJ-Wien im Juni 1949


Am 3. Juni 1949 wurde mit Zustimmung der Diözesanjugendstelle die UKJ-WIEN als Leichtathletikverein von den Brüdern Hubert und Rudolf Zeinar mitbegründet, Prof. Josef Weinand war Obmann.

Neben seiner Tätigkeit für den Verein war Hubert Zeinar ein erfolgreicher Langstreckensportler, so war er 1949 Österreichischer Meister im Marathon.

Hubert Zeinar mit der 7

Hubert Zeinar mit Gattin anlässlich der Ehrung durch „seine“ UKJ Athleten zum 80. Geburtstag auf der Marswiese

Erste sportliche Erfolge stellten sich bald ein. So gewannen UKJ-Jugendstaffeln von 1951 bis 1955 durchgehend den österreichischen 4x100m-Titel – 1951 und 1952 noch als UNION Wien.

Am 17. Juni 1951 wurde die „Katholische Jugend Union Wien“ (die heutige Diözesansportgemeinschaft Wien – kurz DSG Wien) gegründet. Die UKJ-Wien schloss sich als Sektion Leichtathletik diesem Verein an.

Sommer 1953 trat der Verein „Katholische Jugend Union Wien“ dem Österreichischen Leichtathletikverband bei, sodass sich die Leichtathleten nun auch österreichweit messen konnten.

Schon in den 1950er Jahren stellten sich besondere internationale Erfolge von UKJ-Wien Leichtathleten ein:

Das Vereinsabzeichen in den 1950er Jahren

Reinelde Knapp erzielte 1956 Österr. Rekord im Weitsprung. Sie nahm im Hochsprung an den Olymp. Spiele 1956 in Melbourne und der EM 58 in Stockholm teil.

Klaus Gump, Richard Schwarzgruber, Walter Vogl, Norbert Staude wurden 1957 und 1958 Österr. 4 x 100 m Staatsmeister. Richard Schwarzgruber nahm auch an der EM 1958 in Stockholm teil.

Gerda Vogl wurde 1960 Österr. Meisterin über 200 m.

Helmut Donner war vielfacher Österr. Meister, erster Österreicher über 2,00 m im Hochsprung und war langjähriger Rekordhalter mit 2,03 m. Er nahm an der EM 1959 und den Olympischen Spielen 1960 in Rom teil. Von 1994 bis 2000 war er auch Präsident des ÖLV.

Helmut Donner, der erste Österreicher mit 2m im Hochsprung

Bericht im Kurier

Mit Stichtag 1. Mai 1967 war die UKJ-Wien Inhaberin von vier Österreichischen und 8 Wiener Rekorden.

Ab Mitte der 1960er-Jahre konzentrierte man sich im Verein eher auf die Langstrecken und das Nachwuchstraining.

Die Verwaltung der Sportanlage Marswiese in Neuwaldegg wurde 1970 an die DSG Wien übertragen und ist noch heute die Heimstätte für den Nachwuchs unserer Leichtathleten.

1969 kam Dr. Hubert Hein und Mario Volpe als Trainer zum Verein. Zahlreiche Spitzenathleten stießen ebenfalls zur UKJ-Wien.

Josef Schostal bemühte sich in den 1960er Jahren als Sektionsleiter um den Verein.


1979 verfasste Hubert Zeinar eine 30 Jahr-Gedenkschrift:


Im Jahr 1970 erreichten die UKJ-Wien Athleten bei der Österr. Mannschaftsmeisterschaft – vergleichbar mit dem heutigen ÖLV-Cup – den dritten Platz und wurden im Wiener Cup überlegener Sieger vor dem ULC Wildschek und der UKS, bei der Rudolf Zeinar die Geschicke lenkte.

Robert Ernst belegte bei der ersten Junioren-EM in Paris den 6. Platz über 800m.

Gerald Weixelbaumer nahm im Weitsprung an der Hallen-EM und an der Universiade teil, ebenso Klaus Potsch über 110m Hürden an der Universiade.

Bis zum Jahr 1972 wurden auch wieder einige österreichische Meistertitel erobert.

Mit Anfang der Siebziger Jahre begann die erfolgreiche Ultra-Langstreckenära der UKJ Wien:

Elfriede Fendt 100 km 8:46,00 (1975 in Dillingen).

Irmgard Schuster, Wilhelm Neshiba beide über 100 km 8:51,00 (1978, Hirtenberg).

Maria Herrmann, Dr. Herbert Mach-Weber (Vereinsrekord 100 km 8:14:21), Franz Krobath, Linda Siprelle waren weitere erfolgreiche Athleten auf den überlangen Laufstrecken.

Nach seiner Pensionierung 1974 übernahm Hubert Zeinar wieder die Leitung der Sektion. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war weiterhin die Arbeit mit Kindern und den Nachwuchsathleten.

Mit Maria Haupt (1984) und Ulrike Kotzina (1986) nahmen starke Nachwuchsathletinnen an der Gymnasiade teil.

Hubert Zeinar holte 1990 Herwig Grünsteidl als Trainer zur UKJ-Wien. Zunächst arbeitete dieser mit Hans Heidenreich (Stabhochsprung, Zehnkampf), bald jedoch mit mehreren Mehrkämpfern und Athleten in anderen Disziplinen.

Erster internationaler Starter in den 1990er-Jahren war Martin Preyer bei den ersten EYOF in Belgien 1991 über 110m Hürden. Er gewann auch Hürden-Silber bei den Internationalen Schulspielen.

Vom Gymnasium der Erzdiözese Wien in Sachsenbrunn, Gemeinde Kirchberg am Wechsel, starteten Schüler immer wieder für die UKJ Wien bei WLV-Meisterschaften im Crosslauf. Initiator dafür war Andreas Ranovsky, der 1974 dem späteren Sekretär der DSG Wien, Hans Gärtner, als Turnlehrer gefolgt war. Andreas Ranovsky erinnert sich an eine sehr gute Zusammenarbeit mit Hubert Zeinar. Ab den frühen 1980er Jahren stieg Josef Schwendt als Trainer für Sprint und technische Bewerbe ein. Zahlreiche Athletinnen und Athleten aus dieser Gruppe starten und starteten für die DSG Wien, wie z.B. Hallen-EM Teilnehmer Martin Steinbauer oder die U18-, U20-EM-Staffelläuferin und Siegerin über 100 m bei den FISEC Spielen in Frankreich 2017 Kathi Mahlfleisch, Franz Pfneisl (Wiener 100m- und 200m-Meister), Stefan Gruber (mehrmaliger österr. Nachwuchsmeister; 2,00m-Hochspringer), Dominik Hollendohner und viele andere mehr.

Grün, auch grün-weiß waren die Dressen der UKJ – Peter Welkhammer mit der 149

1994 kamen einige Athleten des ehemaligen ULC Wildschek und Trainer Karl Sander zur UKJ Wien.

In diesem Jahr konnten die Männer erstmals seit 1970 wieder an der Österr. Mannschaftsmeisterschaft teilnehmen. Seither ist der Verein jedes Jahr dabei. Einige Jahre später war auch das Damen-Team groß genug für eine Teilnahme. Highlight war der Sieg der Männer im Jahr 2015.

Die Umbenennung der Sektion Leichtathletik von UKJ-Wien auf DSG Wien erfolgte im Jahr 2002.

Damals wurde auch die Farbe der Dressen auf ROT geändert

Der Mitbegründer und langjährige Leiter der Leichtathleten Hubert Zeinar starb im Jahr 2003 mit 90 Jahren.

Lange Strecken waren sein Inbegriff. Beim Laufen aber auch beim Radfahren. Noch im hohen Alter von über 80 fuhr er mehrmals die Woche von Wien nach Mautern.

Einige Jahre vorher schon war Dkfm. Herbert Stockinger für kurze Zeit Sektionsleiter. Seit 1998 nimmt Mag. Karl Sander diese Position ein und Herwig Grünsteidl ist seither als sportlicher Leiter tätig.

Seit 1998 für Vereinsführung verantwortlich: Herwig Grünsteidl, Karl Sander

Ab 1999 qualifizierten sich insgesamt 34 DSG-Athletinnen und Athleten praktisch jedes Jahr für internationale Großereignisse:

Die Hammerwerfer Julia, Benjamin und Jan Siart machten mit U18-WM, U20-EM, EYOF und Gymnasiade den Anfang. Dann folgten Victoria Schreibeis (3xEM, Team-EM, MK-EC), Martin Steinbauer (Hallen-EM, Studenten Cross-WM), Peter Rabensteiner (Cross-EM), Brigitte Gschöpf (Studenten-CrossWM), Elisabeth Plazotta (MK-EC, Team-EM), Benjamin Grill (U20-EM, Team-EM), Alex Maier (Geher-EC), Dominik Havor (EYOF), Christoph Sander (Universiade, Studenten Cross-WM, Cross-EM), Ekemini Bassey (Team-EM), Dominik Siedlaczek (U20-EM, Team-EM, Universiade), Ali Hofmann (Team-EM), Sebastian Kaiser (Team-EM), Verena Menapace (Team-EM), Stephan Listabarth (Cross-EM, Studenten Cross-WM), Savannah Mapalagama (U20-EM, U20-WM, U23-EM), Linda Thoms (Team-EM), Alexander Schirasi-Fard (Team-EM), Christian Smetana (Team-EM), Lena Ungerböck (U20-EM, Geher-EC), Sebastian Fischbach (U23-EM), Roland Fencl (Studenten Cross-WM, Cross-EM), Florian Domenig (U23-EM), Bernhard Obrecht (Cross-EM), Ekaterina Krasovskiy (Hallen-EM, Team-EM), Timon Theuer (Cross-EM, Studenten Cross-WM), Katharina Mahlfleisch (U18-EM, U20-EM, FISEC Siegerin), Sebastian Frey (U18-EM), Julia Mayer (Team-EM, Studenten Cross-WM), Sigrid Portenschlager (Team-EM), Markus Kornfeld (Team-EM).

Dazu kommen noch zahlreiche Medaillengewinne der Mastersathleten bei Welt- und Europameisterschaften. In dieser Zeit stellten DSG Wien-Athleten auch zahlreiche österreichische Rekorde auf.

Seit Jahren dominiert die DSG Wien den WLV-Cup in allen Klassen. Im ÖLV-Cup platzierte sich die DSG seit 2010 immer unter den Top 3 Mannschaften

Insgesamt 253 österreichische Meistertitel gewannen die DSG-Athleten und Athletinnen seit dem Jahr 2000.

Derzeit (2019) verfügt die DSG Wien über 16 Trainer bzw. Übungsleiter, die ca. 180 Meisterschaftsathleten (zumindest WLV-Meisterschaft) und 50 Kinder betreuen.

Im Jubiläumsjahr 2019 haben sich die Leichtathleten der DSG einen neuen öffentlichen Auftritt verpasst: das moderne und auffällige Puls-Logo in Verbindung mit dem traditionellen Rot der Dressen und die Spitzenleistungen der AthletInnen geben dem Verein eine neue öffentliche Aufmerksamkeit.

2019 konnte die DSG Wien 18 Österreichische Meistertitel, 20 Silber- und 20 Bronzemedaillen erobern. Als leistungsstärkster Wiener Verein belegte das DSG-Team wieder den dritten Platz im ÖLV-Cup.

Der ursprüngliche Text zur Vereinshistorie wurde von Peter Welkhammer verfasst. Erweitert wurde er von Herwig Grünsteidl. Teilweise korrigiert wurde er von Hans Gärtner, Andreas Ranovsky und Josef Schwendt.




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