ÖM U16 2020

Sehr erfolgreich für die DSG gestalteten sich die österreichischen U16 Meisterschaften am 12./13.9.2020, die bei sehr guten spätsommerlichen Bedingungen in der Südstadt stattfanden

Den 300m Lauf der männlichen U16 konnte Alessandro GRECO mit einem tollen Finish für sich entscheiden. Mit einer Zeit von 36,70sec, die auch Wiener U16-Rekord sind, holte sich Alessandro den österreichischen Meistertitel. Kurz davor gab es für ihn bereits eine Bronzemedaille über die 100m Hürden. Auch hier gelang mit 14,70sec eine persönliche Bestzeit.

So toll der erste Tag für Alessandro verlaufen ist, so unglücklich war der zweite Tag. Bei einem Probestart zum 100m Finale querte eine Athletin die Bahn und es kam zum Zusammenstoß, wobei sich Alessandro an der Hand verletzte. Das Finale lief er noch mit Schmerzen und finishte in für diese Umstände sehr guten 11,72sec auf dem 6. Rang. Danach ging es dann ins Spital, wo ein Bruch der Speiche diagnostiziert wurde – auf diesem Wege baldige Besserung!

Quasi zeitgleich als sich Alessandro den Meistertitel über die 300m sicherte wurde Henok AYANBABA österreichischer U16-Meister im Hochsprung! In seinem erst zweiten (!) Wettkampf überhaupt war Henok Haupt-Akteur eines wahren Hochsprungkrimis. Die 1,73m querten 4 Athleten (auch Henok) im ersten Versuch. Über 1,76m scheiterte dann Athlet um Athlet – als letzter Springer bei den 3. Versuchen, wo schon alle mit einem Stechen rechneten, querte Henok diese Höhe lupenrein. Dies war klarerweise auch persönliche Bestleistung! Im Winter wird er sich wieder seiner Kernsportart Basketball widmen, um im Frühjahr dann hoffentlich den Weg zurück auf den Tartanbelag zu finden.

Die meisten Bewerbe aus DSG-Sicht absolvierte Sophia KUHN. Über die 300m Hürden gelang Sophia mit 47,44sec nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern auch eine Platzierung mit dem hervorragenden 5. Rang. Eine persönliche Bestzeit gab es für sie auch auf der 300m Flachstrecke – in einem starken Finish, in dem ihre Stärke auf der Mittelstrecke zum Vorschein kam, gelangen sehr schöne 43,94sec, was den 11. Platz bedeutete. Zum Auftakt der Meisterschaften wurde Sophia noch 14. über die 80m Hürden mit 12,82sec.

Ebenfalls eine Platzierung mit einem 5. Rang schaffte Carolina MAIER im Kugelstoß. Auch für Caro gab es dabei eine persönliche Bestleistung mit 10,78m. Erstmalig bei einer österreichischen Meisterschaft in einem Einzelbewerb am Start war Valerie BURGER. Sie startete über 300m und auch ihr gelangen mit 44,40sec eine persönliche Bestleistung.

Rosalie KLINGLER reihte sich ebenfalls in den Reigen persönlicher Bestleistungen ein – Rosalie gelang dies im 1.000m Lauf mit 3:20,06min. Und die Meldungen über persönliche Bestleistungen zu vervollständigen sei noch Cameron ANDERSON erwähnt – in einem sehr beherzten Rennen lief er über 1000m eine Zeit von 2:58,47min, die den 9. Rang in einem großen Starterfeld bedeuteten.

Kurz nach dem Zieleinlauf über 1000m erfuhr Cameron, dass er statt Alessandro als Ersatzläufer in der 4x100m Staffel einspringen müsse – diese Staffel fand nur 20 Minuten nach dem 1.000er statt. Nachdem davor noch die Mädchenstaffeln waren und Cameron auch etwas Erholung brauchte waren keine Probeübergaben möglich und es galt zu improvisieren. Dies gelang ganz hervorragend. Startläufer Adrian TSCHABRUN lief eine starke Startkurve und übergab auf Henok. Dann eine für diese Umstände sehr gute Übergabe auf Cameron. Nun galt es auch die letzte, noch nie trainierte Übergabe auf Leo STOCKINGEER zu meistern und auch dies gelang. Leo lief dann auf dem 5. Rang mit der guten Zeit von 51,18sec ins Ziel.

Bei der weiblichen U16 gab es ein riesiges Starterfeld. In der Besetzung Caro-Sophia-Valerie-Rosalie gelangen im Vergleich zu den Wiener Meisterschaften stark verbesserte Übergaben. Mit 54,09sec erreichte diese Staffel den 15. Platz.

Alles in allem war es eine sehr erfolgreiche Meisterschaft für die DSG – 2 Meistertitel, 1 Medaille und 4 weitere Platzierungen und die Tatsache, dass alle Athlet/Innen persönliche Bestleistungen schafften zeigen, dass über den Sommer gut gearbeitet wurde. Jetzt heißt es, diesen Schwung ins Wintertraining mitzunehmen.

Bericht: Alex Maier

Ergebnisse