Österreichische Staatsmeisterschaften

Südstadt, 15./16.08.2020

2 Meistertitel, 4x Silber, 4x Bronze für die DSG WIEN

Am Samstag Vormittag läuteten die Nachwuchslangstaffeln die Serie der österreichischen Sommermeisterschaften ein. Die DSG WIEN brachte eine U18-3x1000m Staffel an den Start. Timo HINTERNDORFER, Nicklas SHAW und Valentin RUPP schlugen sich ausgezeichnet und eroberten in 8:20,49min mit der Bronzemedaille die erste von 10 DSG-Medaillen des Wochenendes.

Am Nachmittag startete dann die allgemeine Klasse ihre Staatsmeisterschaften.

STAATSMEISTER

Ekaterina KRASOVSKIY verteidigte mit 1,77m ihren Titel erfolgreich und holte sich damit bereits ihre zehnte Goldmedaille. Markus KORNFELD gewann in einem kontrollierten Rennen die 400m in 48,73sec (SB).

MEDAILLEN

Markus holte sich dazu noch die Silberne in seiner Paradedisziplin, den 400m Hürden. Hier musste er am Sonntag doch den Anstrengungen des 400ers vom Vortag Tribut zollen und konnte den kleinen Vorsprung nach der letzten Hürde nicht mehr ins Ziel retten. 52,18sec sind dennoch eine neue Saisonbestzeit. Zwei weitere Silbermedaillen gingen auf das Konto unserer Laufabteilung. Am Samstag versuchte Timon THEUER mit dem hohen Favoriten des 5000m-Laufes mitzugehen. Nach einigen Runden musste er dieses Unterfangen aber bleiben lassen und sicherte sich in 14:30,86min den zweiten Platz. Anders verlief das 1500m-Rennen von Julia MAYER. Nachdem sie stetig an der 2.Stelle gelaufen war, konterte sie den Angriff der dritten Läuferin um einen Tick zu spät. Mit einem sehr starken letzten 100er kämpfte sie sich Meter um Meter an die Führende heran. Schulter an Schulter warfen sich beide ins Ziel – für Julia reichte es um eine Hundertstelsekunde nicht. Mit der SB von 4:34,70min blieb sie in diesem taktischen Rennen nur 2 Sekunden über ihrer pB. Zum Abschluss der Meisterschaft gewann unsere Einser-Männerstaffel (Markus Kornfeld, Andreas UNGER, Julian MALISCHNIG, Sergej BRUKNER) in 42,59sec mit guten Übergaben nochmals Silber.

Drei Bronzemedaillen gab es an diesem Wochenende auch: am ersten Tag kämpfte Julia MAYER um die Titelverteidigung über 5000m. Mitte des Rennens musste sie akzeptieren, dass an diesem Tag 2 Athletinnen besser waren und lief mit 16:52,07min die Medaille nach Hause. Große Freude hatte Fiona ASCHENBRENNER mit ihrer 1500m-Medaille. Das gesamte Rennen über verlor sie nie den Kontakt zur Spitze und erkämpfte sich im Endspurt mit pB von 4:38,16min ihre wohlverdiente Medaille. Schließlich schlug auch noch Mehrkämpfer Philipp MULTERER zu. Für seine 110m Hürden-Medaille musste er aber schon noch eine Bestzeit auspacken. Mit 14,90sec blieb er erstmals unter der 15-Sekunden Marke

17 PLATZIERUNGEN

Weitere 17 Top-8-Platzierungen schmücken die ausgezeichnete DSG-Bilanz des Wochenendes.

Anna-Lena WEILHARTER und Marie-Helene POLT holten sich jeweils vierte Plätze. Anna-Lena sprang 1,63m hoch, Marlene lief eine neue Freiluftbestzeit über 400m – 57,61sec. Dazu kam noch ein fünfter Platz im Weitsprung. Die erzielten 5,56m entsprechen zwar nicht ihrem Leistungsvermögen aber das Ergebnis ist zu akzeptieren. Es herrschten komplizierte Windverhältnisse. In beiden Weitsprungbewerben (Frauen+Männer) waren ca. 50% aller Sprünge ungültig und nur wenige gut vom Brett getroffen. Gemeinsam mit Hanna GSCHLENK, Tamara MEY und Sarah WIDHALM sicherte Marlene noch einen fünften Platz mit der Staffel in 48,39sec. Detail am Rande: im Vorjahr lief diese Staffel in nahezu gleicher Aufstellung (statt Sarah lief Noni Heriszt) mit 48,44sec zu Silber! Einen schönen Erfolg konnte auch Astrid LIMBECK feiern. Endlich gelang ihr der große Wurf. Ihr Diskus flog bereits im ersten Versuch auf 40,73m, 2,5m weiter als ihre bisherige Bestmarke und nur noch 36cm vom Vereinsrekord (allg.Klasse und U20) entfernt. Der fünfte Platz war der Lohn der Arbeit mit Karl GRATZL, dem wir an dieser Stelle ebenfalls herzlich gratulieren. Mit 11,60m holte sie sich zusätzlich noch einen achten Platz im Kugelstoßen.

Ein weiterer 5.Platz (Weit – 6,67m) und zwei 6.Plätze (Hoch – 1,88m und Staffel) gingen auch noch auf das Konto von Philipp Multerer als Vorbereitung auf die Mehrkampf-Staatsmeisterschaften in 2 Wochen. Unsere zweite 4x100m-Männerstaffel blieb übergabentechnisch der „Einser-Staffel“ nichts schuldig und kam in der Besetzung Alex GUGLIA-Jeremy SCHEIBBÖCK-Lukas WEILHARTER-Phlipp MULTERER mit guten 43,24sec als Sechste ins Ziel. Leonie RUPP schlug sich als Staatsmeisterschafts-Debutantin gut. Im 400m-Lauf hatte sie allerdings keine adäquate Gegnerin als Orientierung und blieb als Sechste mit 61,97sec etwas unter ihren eigenen Erwartungen.

Drei siebente Sprintplatzierungen gab es durch Lukas WEILHARTER (400m – 51,32sec), Ivan FERRIGHETTO (110m Hürden- 15,47sec / Vorlauf 15,35 SB) und Andreas UNGER. Andi nutzte die extrem guten Rückenwindbedingungen bereits im Vorlauf. Mit der Einstellung seiner Bestzeit von 10,75sec (+2,0 m/sec) qualifizierte er sich als Achter für das Finale. In diesem kratzte er bei 1,6 m/sec Rückenwind noch eine Hundertstelsekunde von seiner pB herunter und wurde in 10,74sec Siebenter.

Bernhard NEUMANN bereitet sich auf die Hindernis-Meisterschaften vor. Da passte ihm der 1500m-Lauf gut ins Konzept. Eine neu Bestzeit (4:01,80min) und der achte Platz waren das Ergebnis. Ebenfalls achte Plätze erreichten noch Herbert GRÜNSTEIDL, der sich seine weitesten Speerwürfe der Saison für diese Staatsmeisterschaften aufgehoben hatte. 52,62m und ein weiterer 51m-Wurf sind Leistungen, auf die er aufbauen kann. Patrick KRAMMER konnte über 5000m nicht ganz die erwartete Zeit anbieten. In 15:15,91min schaute dennoch ein guter 8.Platz heraus. Für die 17.Platzierung sorgte schließlich noch unsere zweite Damenstaffel. Ainhoa SERRANO, Nadine MÖLLER-KÄPPLER, Annette HERISZT, Raphaela HEIN kamen nach 49,79sec ins Ziel und belegten ebenfalls Platz 8.

In den 100m Vorläufen sprintete Tamara Mey 12,42sec (12.Platz). Der etwas zu starke Rückenwind verhinderte die Anerkennung der neuen Bestzeit. Im 200m-Sprint belegten Marlene Polt (25,68w sec) und Andreas Unger (22,58sec) die Plätze 13 und 11. Jeremy Scheibböck kam bei seiner ersten Staatsmeisterschaft über 400m auf 52,32sec (Platz 10). Sebastian FREY lief die 1500m in 4:02,99min und musste sich als Neunter knapp Bernhard Neumann geschlagen geben. Youngster Emil BEZECNY ließ sich im 5000m-Rennen durch die Glocke für die Schlussrunde, die aber dem zur Überrundung ansetzenden späteren Sieger galt, irritieren, spurtete seine eigentlich vorletzte Runde und beendete sein Rennen eine Runde zu früh. Er hat aber noch viele Rennen vor sich. Ein sehr erfreuliches Wochenende hatte Nora HAVLINOVA. Sowohl im 5000m- als auch im 1500m-Rennen gelangen ihr Bestzeiten. Die 5000m beendete sie auf Platz 10 in 18:11,06min und die 1500m in 4:56,36min als 11. Ivan Ferrighetto wurde über 400m Hürden nach Trainingsrückstand ebenfalls 11. in 59,35sec. Etwas Pech hatte Sarah Widhalm bei ihrer ersten Weitsprung-Staatsmeisterschaft. Nach übertretenem ersten Versuch traf sie in den beiden folgenden Sprüngen des Vorkampfes das Brett knapp nicht und verfehlte mit 5,17m als Neunte das Finale nur um 5cm.

Ein herzliches Dankeschön gilt den TrainerInnen Linda Jonas, Elisabeth Plazotta, Nadine Möller-Käppler, Caroline Möller, Savannah Mapalagama, Petra Urbankova, Karl Sander, Alexander Maier, Florian Domenig, Hubert Millonig, Karl Gratzl, Roland Gusenbauer, Andreas Bezecny, die alle mit ihrem Einsatz zu diesem erfolgreichen Wochenende beigetragen haben.

Bericht: Herwig Grünsteidl

Ergebnisse und Bericht auf der ÖLV-Homepage www.oelv.at
https://oelvint.athmin.at/api/file.aspx?id=46112